Beıbehaltung Der Deutschen Staatsangehörigkeit

Deutsche Staatsbürger die sich in einem anderen Staat einbürgern lassen wollen, verlieren in der Regel ihre deutsche Staatsangehörigkeit. Um dieses zu verhindern benötigt man die Urkunde zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft. Dieses kann beim Bundesverwaltungsamt beantragt werden.

Für die Beibehaltung ist entscheidend, dass

  • man trotz der bestehenden Bindungen an Deutschland darauf angewiesen ist, die fremde Staatsangehörigkeit zu erwerben
  • man weiterhin über so enge Bindungen an Deutschland verfügt, dass die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit bei Annahme der fremden Staatsangehörigkeit gerechtfertigt ist;
  • man glaubhaft darlegen kann, weshalb der angestrebte Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit in der konkreten Situation vorteilhaft ist oder erhebliche Nachteile vermeidet oder beseitigt
  • der andere Staat die doppelte Staatsangehörigkeit zulässt.

Eine Ausnahme gilt für Deutsche, die sich in einem EU-Staat oder in der Schweiz einbürgern lassen. In diesen Fällen geht die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verloren, eine Beibehaltung ist daher nicht erforderlich.(Seit 28.08.2007)

Die Beibehaltungsgenehmigung wird erst wirksam, wenn man selbst oder die bevollmächtigte Person die Beibehaltungsurkunde erhalten hat. Das bedeutet, dass die Genehmigung erst dann vor dem Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit schützt, wenn man sie in den Händen hält. Wird die fremde Staatsbürgerschaft vor Erhalt der Urkunde erworben verliert man die deutsche Staatsbürgerschaft. Somit ist es sicherer, die Einbürgerung im Gastland erst nach Erhalt der Urkunde zu beantragen.

Die Beibehaltungsgenehmigung ist auf zwei Jahre befristet und beginnt bereits mit der Ausstellung der Urkunde, nicht mit der Aushändigung. Sie ist bis zu dem in der Urkunde ausgewiesenen Datum wirksam und verliert danach ihre Gültigkeit. Wird man nicht eingebürgert bis zum festgelegten Datum verliert sie ihre Gültigkeit kann aber unter Umständen verlängert werden. Sollte sich die Einbürgerung verzögern, beantragt man rechtzeitig (ca 6 Monate vor Ablauf) eine neue Beibehaltungsgenehmigung. Wird man im Gastland erst nach Ablauf des Gültigkeitsdatums eingebürgert, verliert man die deutsche Staatsbürgerschaft.

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